Der einmalige Initialaufwand
Bevor das erste Lieferlos geprüft werden kann, muss der Prüfprozess stehen. Für jeden der zwei Bauteiltypen wurde separat durchgeführt:
Zeichnung und Prüfmerkmale analysieren
Nummerierte Prüfskizze erstellen
Messstrategie festlegen
Geeignete Aufspannung konzipieren und erstmals einrichten
Benötigte Taster konfigurieren und einmessen
Separates taktiles Messprogramm erstellen
18 taktile Prüfmerkmale programmieren und messen
Konventionelle Prüfungen durchführen
5 Rauheitsmerkmale messen
Bauteil auf die Referenztemperatur akklimatisieren
Resultate auswerten und dokumentieren
Erstmusterprüfbericht erstellen
Prüfdokumente kontrollieren und an den Kunden übermitteln
Den Abschluss bildet je Bauteiltyp eine Erstmusterprüfung (EMPB, FAI): Sie dokumentiert, dass jedes Prüfmerkmal der Zeichnung erfasst und der Prüfprozess dafür eingerichtet ist.
Der initiale Prüfumfang in Zahlen
Initialer Prüfumfang
Umfang
Unterschiedliche Bauteiltypen
2
Separate taktile Messprogramme
2
Separate Prüfskizzen
2
Separate Aufspannkonzepte
2
Taktile Prüfmerkmale
36
Rauheitsmerkmale
10
Erstmusterprüfberichte
2
Die einmaligen Initialkosten
Bauteiltyp
Initialkosten
Bauteiltyp 1
CHF 690.–
Bauteiltyp 2
CHF 690.–
Einmalige Initialkosten
CHF 1'380.–
Diese Kosten fallen nicht bei jedem Lieferlos erneut an. Solange Bauteil, Zeichnungsstand und Prüfumfang unverändert bleiben, werden Messprogramme, Prüfskizzen, Messstrategien und Aufspannkonzepte wiederverwendet. Der Initialaufwand ist damit eine einmalige Investition in den Prüfprozess.
Ein planbarer Ablauf
Mit dem Kunden sind feste Anlieferfenster und definierte Durchlaufzeiten vereinbart. Jedes Lieferlos durchläuft denselben Ablauf:
1Anlieferung im festgelegten Zeitfenster
2Annahme und Identifikation
3Akklimatisierung auf die Referenztemperatur
4Rüsten und Tastereinmessung
5Messung
6Auswertung und Kontrolle
7Direkte Speicherung der Dokumente im Kundensystem
Die Akklimatisierung ist bei diesen Bauteilen fester Teil des Ablaufs: Aluminium dehnt sich mit der Temperatur deutlich aus, gemessen wird deshalb erst bei stabiler Referenztemperatur nach ISO 1. Sobald Messung und Kontrolle abgeschlossen sind, stehen der Prüfbericht und die vereinbarten Messdaten direkt im Kundensystem zur Verfügung. Ein manueller Versand per E-Mail und eine nachträgliche Ablage durch den Kunden entfallen.
Unterstützung bei Abweichungen
Bei einer Abweichung endet die Arbeit nicht mit dem roten Messwert. CSL ordnet das Resultat technisch ein und klärt mit dem Kunden:
Ist die Abweichung tatsächlich am Bauteil vorhanden?
Ist das Merkmal eindeutig spezifiziert?
Beeinflussen Bezugssystem, Ausrichtung oder Messstrategie das Resultat?
Wo liegt die Abweichung und wie gross ist sie?
Sind zusätzliche Messungen erforderlich?
Muss die Stichprobe erweitert werden?
Sind Sortierung, 100-%-Prüfung, Nacharbeit oder eine Zeichnungskorrektur sinnvoll?
Der Freigabeentscheid bleibt beim Kunden. CSL liefert die belastbare messtechnische Entscheidungsgrundlage. Steht der Prüfprozess selbst infrage, klärt eine Prüfprozesseignung, ob Messsystem und Messstrategie dem Merkmal gewachsen sind.