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Wissen · Qualitätssicherung

Was kostet ein externes Quality Gate? Praxisbeispiel mit zwei Bauteiltypen

Ein Schweizer Fertigungsunternehmen erhielt einen grossvolumigen Serienauftrag: komplexe Satellitenbauteile aus Aluminium für Satelliten, die mobiles Internet und Satelliten-Mobilfunk versorgen. Die Fertigung war bereit, die vom Endkunden geforderte messtechnische Infrastruktur fehlte. Ein reales Preisbeispiel zeigt, wie sich die Kosten eines externen Quality Gates zusammensetzen: einmalige Initialkosten, danach ein planbarer Serienpreis pro Lieferlos.

Qualitätssicherung Christian Schärer · 15. August 2026
Zur Einordnung
Das Beispiel stammt aus einem realen Auftrag aus dem Jahr 2026 und ist vollständig anonymisiert. Alle Preise verstehen sich exklusive MWST. Es handelt sich um ein konkretes Praxisbeispiel, nicht um eine allgemein verbindliche Preisliste — jede Offerte richtet sich nach Zeichnung, Prüfumfang und Liefertakt.

Die Ausgangslage

Fertigungstechnologie und Produktionskapazität waren beim Kunden vorhanden. Was fehlte, war die vom Endkunden geforderte messtechnische Infrastruktur für eine wiederkehrende Serienprüfung. Statt selbst ein Prüflabor aufzubauen, lagerte der Kunde die Prüfung als externes Quality Gate an CSL aus. Das Quality Gate übernimmt dabei die Funktion einer vorgezogenen externen Wareneingangsprüfung: geprüft wird, bevor das Lieferlos zum Endkunden geht.

Der Auftrag umfasst zwei unterschiedliche Bauteiltypen aus Aluminium mit komplexer Geometrie. Beide besitzen eine eigene Zeichnung. Für jeden Typ musste deshalb ein eigener Prüfprozess entwickelt werden: eigene Prüfskizze, eigene Messstrategie, eigene Aufspannung und ein eigenes Messprogramm.

Der Endkunde schreibt pro Lieferlos eine Stichprobenprüfung vor: zwei Bauteile des Typs 1 und zwei Bauteile des Typs 2, insgesamt vier geprüfte Bauteile pro Lieferlos.

Was eine Stichprobe leistet: Sie garantiert nicht die Konformität jedes einzelnen Bauteils im Los. Sie liefert die zwischen Lieferant, Kunde und Endkunde vereinbarte, nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für die Freigabe des Lieferloses.

Der einmalige Initialaufwand

Bevor das erste Lieferlos geprüft werden kann, muss der Prüfprozess stehen. Für jeden der zwei Bauteiltypen wurde separat durchgeführt:

Zeichnung und Prüfmerkmale analysieren
Nummerierte Prüfskizze erstellen
Messstrategie festlegen
Geeignete Aufspannung konzipieren und erstmals einrichten
Benötigte Taster konfigurieren und einmessen
Separates taktiles Messprogramm erstellen
18 taktile Prüfmerkmale programmieren und messen
Konventionelle Prüfungen durchführen
5 Rauheitsmerkmale messen
Bauteil auf die Referenztemperatur akklimatisieren
Resultate auswerten und dokumentieren
Erstmusterprüfbericht erstellen
Prüfdokumente kontrollieren und an den Kunden übermitteln

Den Abschluss bildet je Bauteiltyp eine Erstmusterprüfung (EMPB, FAI): Sie dokumentiert, dass jedes Prüfmerkmal der Zeichnung erfasst und der Prüfprozess dafür eingerichtet ist.

Der initiale Prüfumfang in Zahlen

Initialer Prüfumfang
Umfang
Unterschiedliche Bauteiltypen
2
Separate taktile Messprogramme
2
Separate Prüfskizzen
2
Separate Aufspannkonzepte
2
Taktile Prüfmerkmale
36
Rauheitsmerkmale
10
Erstmusterprüfberichte
2

Die einmaligen Initialkosten

Bauteiltyp
Initialkosten
Bauteiltyp 1
CHF 690.–
Bauteiltyp 2
CHF 690.–
Einmalige Initialkosten
CHF 1'380.–

Diese Kosten fallen nicht bei jedem Lieferlos erneut an. Solange Bauteil, Zeichnungsstand und Prüfumfang unverändert bleiben, werden Messprogramme, Prüfskizzen, Messstrategien und Aufspannkonzepte wiederverwendet. Der Initialaufwand ist damit eine einmalige Investition in den Prüfprozess.

Die wiederkehrende Serienprüfung

Ab dem zweiten Schritt gilt der Serienpreis. Pro Lieferlos werden vier Bauteile geprüft:

Bauteiltyp
StückzahlStk.
SerienpreisPreis
Kosten
Bauteiltyp 1
2
CHF 54.–
CHF 108.–
Bauteiltyp 2
2
CHF 54.–
CHF 108.–
Auftragspauschale
1
CHF 100.–
Gesamtpreis pro Lieferlos
4 Bauteile4 Stk.
CHF 316.–
Die Auftragspauschale wird bei einem Bestellwert unter CHF 1'000.– erhoben.

Der Serienpreis ist tiefer als die Initialkosten, weil die Vorarbeit steht. Ganz ohne wiederkehrende Arbeit geht es trotzdem nicht — bei jedem Lieferlos fallen erneut an:

Bauteile annehmen und eindeutig zuordnen
Bauteile im Prüflabor auf die Referenztemperatur akklimatisieren
Beide vorhandenen Aufspannungen erneut einrichten
Benötigte Taster erneut einmessen
Beide Bauteiltypen mit ihrem jeweiligen Messprogramm prüfen
Resultate auswerten und kontrollieren
Prüfbericht erstellen
Dokumente direkt im Kundensystem speichern
Bauteile für die Rückgabe bereitstellen

Ein planbarer Ablauf

Mit dem Kunden sind feste Anlieferfenster und definierte Durchlaufzeiten vereinbart. Jedes Lieferlos durchläuft denselben Ablauf:

1Anlieferung im festgelegten Zeitfenster
2Annahme und Identifikation
3Akklimatisierung auf die Referenztemperatur
4Rüsten und Tastereinmessung
5Messung
6Auswertung und Kontrolle
7Direkte Speicherung der Dokumente im Kundensystem

Die Akklimatisierung ist bei diesen Bauteilen fester Teil des Ablaufs: Aluminium dehnt sich mit der Temperatur deutlich aus, gemessen wird deshalb erst bei stabiler Referenztemperatur nach ISO 1. Sobald Messung und Kontrolle abgeschlossen sind, stehen der Prüfbericht und die vereinbarten Messdaten direkt im Kundensystem zur Verfügung. Ein manueller Versand per E-Mail und eine nachträgliche Ablage durch den Kunden entfallen.

Was der Kunde wirtschaftlich davon hat

Der rechnerische Preis pro Stichprobenteil ist dabei die falsche Grösse. Die wirtschaftlich relevante Zahl lautet:

CHF 316.–
für die messtechnische Absicherung eines Lieferloses mit zwei unterschiedlichen Bauteiltypen — die vier geprüften Bauteile sind die vom Endkunden vorgeschriebene Stichprobe für ein wesentlich grösseres Serienvolumen.

Der Kunde verdient sein Geld mit der Herstellung und Lieferung der Serienbauteile. Die externe Messtechnik schafft die Voraussetzung dafür: Sie erfüllt die Qualitätsanforderungen des Endkunden, ohne dass der Kunde eigene Messkapazität aufbauen muss. Ohne diese Kapazität hätte er den grossvolumigen Serienauftrag in dieser Form nicht annehmen können.

Was er dafür selbst hätte aufbauen müssen:

Koordinatenmessgerät
Konventionelle Prüfmittel
Rauheitsmessgerät
Klimatisierter Messraum
Messsoftware und Taster
Aufspanntechnik
Qualifizierte Messtechniker
ISO-GPS- und Normenkenntnisse
Zusätzliche personelle Kapazität
Dokumentationsprozess

CSL prüft nicht einfach vier Bauteile. CSL stellt die messtechnische Infrastruktur bereit, die dem Kunden die Ausführung eines wesentlich grösseren Serienauftrags ermöglicht.

Dieselbe Infrastruktur steht auch ohne wiederkehrenden Takt bereit: Wer einzelne Bauteile prüfen lassen will, nutzt die Auftragsmessung im Prüflabor in Wohlen AG.

Unterstützung bei Abweichungen

Bei einer Abweichung endet die Arbeit nicht mit dem roten Messwert. CSL ordnet das Resultat technisch ein und klärt mit dem Kunden:

Ist die Abweichung tatsächlich am Bauteil vorhanden?
Ist das Merkmal eindeutig spezifiziert?
Beeinflussen Bezugssystem, Ausrichtung oder Messstrategie das Resultat?
Wo liegt die Abweichung und wie gross ist sie?
Sind zusätzliche Messungen erforderlich?
Muss die Stichprobe erweitert werden?
Sind Sortierung, 100-%-Prüfung, Nacharbeit oder eine Zeichnungskorrektur sinnvoll?

Der Freigabeentscheid bleibt beim Kunden. CSL liefert die belastbare messtechnische Entscheidungsgrundlage. Steht der Prüfprozess selbst infrage, klärt eine Prüfprozesseignung, ob Messsystem und Messstrategie dem Merkmal gewachsen sind.

Das Beispiel in Kürze

Zwei unterschiedliche Bauteiltypen, zwei separate Messprogramme und Prüfprozesse
Einmalige Initialkosten von CHF 1'380.–
Wiederkehrend CHF 316.– pro Lieferlos für vier vorgeschriebene Stichprobenteile
Keine eigene Messmaschine und kein eigener Messraum erforderlich
Fixe Anlieferfenster und definierte Durchlaufzeiten
Dokumente direkt im Kundensystem, Unterstützung bei Abweichungen

So wurde die externe Messtechnik zur Voraussetzung dafür, dass der Kunde einen grossvolumigen Serienauftrag annehmen und ausführen konnte.

Nächster Schritt
Benötigen Sie eine wiederkehrende Prüfung für Ihre Lieferteile?
Senden Sie uns Zeichnung, Stückzahlen, Liefertakt und den vorgegebenen Stichprobenumfang. Wir prüfen die Messaufgabe und erstellen eine nachvollziehbare Offerte.
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Weiterlesen
Qualitätssicherung Prüfbericht ist nicht gleich Prüfbericht: die Varianten im Überblick Beitrag lesen → Qualitätssicherung Referenztemperatur 20 °C: Warum jedes Zeichnungsmass eine Temperatur hat Beitrag lesen →
Christian Schärer
Christian Schärer
Inhaber und Geschäftsleiter · Normenausschuss Swissmem NK1
Veröffentlicht 15. August 2026
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Was kostet ein externes Quality Gate? Praxisbeispiel mit zwei Bauteiltypen

Ein Schweizer Fertigungsunternehmen erhielt einen grossvolumigen Serienauftrag: komplexe Satellitenbauteile aus Aluminium für Satelliten, die mobiles Internet und Satelliten-Mobilfunk versorgen. Die Fertigung war bereit, die vom Endkunden geforderte messtechnische Infrastruktur fehlte. Ein reales Preisbeispiel zeigt, wie sich die Kosten eines externen Quality Gates zusammensetzen: einmalige Initialkosten, danach ein planbarer Serienpreis pro Lieferlos.

Qualitätssicherung Christian Schärer · 15. August 2026
Zur Einordnung
Das Beispiel stammt aus einem realen Auftrag aus dem Jahr 2026 und ist vollständig anonymisiert. Alle Preise verstehen sich exklusive MWST. Es handelt sich um ein konkretes Praxisbeispiel, nicht um eine allgemein verbindliche Preisliste — jede Offerte richtet sich nach Zeichnung, Prüfumfang und Liefertakt.

Die Ausgangslage

Fertigungstechnologie und Produktionskapazität waren beim Kunden vorhanden. Was fehlte, war die vom Endkunden geforderte messtechnische Infrastruktur für eine wiederkehrende Serienprüfung. Statt selbst ein Prüflabor aufzubauen, lagerte der Kunde die Prüfung als externes Quality Gate an CSL aus. Das Quality Gate übernimmt dabei die Funktion einer vorgezogenen externen Wareneingangsprüfung: geprüft wird, bevor das Lieferlos zum Endkunden geht.

Der Auftrag umfasst zwei unterschiedliche Bauteiltypen aus Aluminium mit komplexer Geometrie. Beide besitzen eine eigene Zeichnung. Für jeden Typ musste deshalb ein eigener Prüfprozess entwickelt werden: eigene Prüfskizze, eigene Messstrategie, eigene Aufspannung und ein eigenes Messprogramm.

Der Endkunde schreibt pro Lieferlos eine Stichprobenprüfung vor: zwei Bauteile des Typs 1 und zwei Bauteile des Typs 2, insgesamt vier geprüfte Bauteile pro Lieferlos.

Was eine Stichprobe leistet: Sie garantiert nicht die Konformität jedes einzelnen Bauteils im Los. Sie liefert die zwischen Lieferant, Kunde und Endkunde vereinbarte, nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für die Freigabe des Lieferloses.

Der einmalige Initialaufwand

Bevor das erste Lieferlos geprüft werden kann, muss der Prüfprozess stehen. Für jeden der zwei Bauteiltypen wurde separat durchgeführt:

Zeichnung und Prüfmerkmale analysieren
Nummerierte Prüfskizze erstellen
Messstrategie festlegen
Geeignete Aufspannung konzipieren und erstmals einrichten
Benötigte Taster konfigurieren und einmessen
Separates taktiles Messprogramm erstellen
18 taktile Prüfmerkmale programmieren und messen
Konventionelle Prüfungen durchführen
5 Rauheitsmerkmale messen
Bauteil auf die Referenztemperatur akklimatisieren
Resultate auswerten und dokumentieren
Erstmusterprüfbericht erstellen
Prüfdokumente kontrollieren und an den Kunden übermitteln

Den Abschluss bildet je Bauteiltyp eine Erstmusterprüfung (EMPB, FAI): Sie dokumentiert, dass jedes Prüfmerkmal der Zeichnung erfasst und der Prüfprozess dafür eingerichtet ist.

Der initiale Prüfumfang in Zahlen

Initialer Prüfumfang
Umfang
Unterschiedliche Bauteiltypen
2
Separate taktile Messprogramme
2
Separate Prüfskizzen
2
Separate Aufspannkonzepte
2
Taktile Prüfmerkmale
36
Rauheitsmerkmale
10
Erstmusterprüfberichte
2

Die einmaligen Initialkosten

Bauteiltyp
Initialkosten
Bauteiltyp 1
CHF 690.–
Bauteiltyp 2
CHF 690.–
Einmalige Initialkosten
CHF 1'380.–

Diese Kosten fallen nicht bei jedem Lieferlos erneut an. Solange Bauteil, Zeichnungsstand und Prüfumfang unverändert bleiben, werden Messprogramme, Prüfskizzen, Messstrategien und Aufspannkonzepte wiederverwendet. Der Initialaufwand ist damit eine einmalige Investition in den Prüfprozess.

Die wiederkehrende Serienprüfung

Ab dem zweiten Schritt gilt der Serienpreis. Pro Lieferlos werden vier Bauteile geprüft:

Bauteiltyp
StückzahlStk.
SerienpreisPreis
Kosten
Bauteiltyp 1
2
CHF 54.–
CHF 108.–
Bauteiltyp 2
2
CHF 54.–
CHF 108.–
Auftragspauschale
1
CHF 100.–
Gesamtpreis pro Lieferlos
4 Bauteile4 Stk.
CHF 316.–
Die Auftragspauschale wird bei einem Bestellwert unter CHF 1'000.– erhoben.

Der Serienpreis ist tiefer als die Initialkosten, weil die Vorarbeit steht. Ganz ohne wiederkehrende Arbeit geht es trotzdem nicht — bei jedem Lieferlos fallen erneut an:

Bauteile annehmen und eindeutig zuordnen
Bauteile im Prüflabor auf die Referenztemperatur akklimatisieren
Beide vorhandenen Aufspannungen erneut einrichten
Benötigte Taster erneut einmessen
Beide Bauteiltypen mit ihrem jeweiligen Messprogramm prüfen
Resultate auswerten und kontrollieren
Prüfbericht erstellen
Dokumente direkt im Kundensystem speichern
Bauteile für die Rückgabe bereitstellen

Ein planbarer Ablauf

Mit dem Kunden sind feste Anlieferfenster und definierte Durchlaufzeiten vereinbart. Jedes Lieferlos durchläuft denselben Ablauf:

1Anlieferung im festgelegten Zeitfenster
2Annahme und Identifikation
3Akklimatisierung auf die Referenztemperatur
4Rüsten und Tastereinmessung
5Messung
6Auswertung und Kontrolle
7Direkte Speicherung der Dokumente im Kundensystem

Die Akklimatisierung ist bei diesen Bauteilen fester Teil des Ablaufs: Aluminium dehnt sich mit der Temperatur deutlich aus, gemessen wird deshalb erst bei stabiler Referenztemperatur nach ISO 1. Sobald Messung und Kontrolle abgeschlossen sind, stehen der Prüfbericht und die vereinbarten Messdaten direkt im Kundensystem zur Verfügung. Ein manueller Versand per E-Mail und eine nachträgliche Ablage durch den Kunden entfallen.

Was der Kunde wirtschaftlich davon hat

Der rechnerische Preis pro Stichprobenteil ist dabei die falsche Grösse. Die wirtschaftlich relevante Zahl lautet:

CHF 316.–
für die messtechnische Absicherung eines Lieferloses mit zwei unterschiedlichen Bauteiltypen — die vier geprüften Bauteile sind die vom Endkunden vorgeschriebene Stichprobe für ein wesentlich grösseres Serienvolumen.

Der Kunde verdient sein Geld mit der Herstellung und Lieferung der Serienbauteile. Die externe Messtechnik schafft die Voraussetzung dafür: Sie erfüllt die Qualitätsanforderungen des Endkunden, ohne dass der Kunde eigene Messkapazität aufbauen muss. Ohne diese Kapazität hätte er den grossvolumigen Serienauftrag in dieser Form nicht annehmen können.

Was er dafür selbst hätte aufbauen müssen:

Koordinatenmessgerät
Konventionelle Prüfmittel
Rauheitsmessgerät
Klimatisierter Messraum
Messsoftware und Taster
Aufspanntechnik
Qualifizierte Messtechniker
ISO-GPS- und Normenkenntnisse
Zusätzliche personelle Kapazität
Dokumentationsprozess

CSL prüft nicht einfach vier Bauteile. CSL stellt die messtechnische Infrastruktur bereit, die dem Kunden die Ausführung eines wesentlich grösseren Serienauftrags ermöglicht.

Dieselbe Infrastruktur steht auch ohne wiederkehrenden Takt bereit: Wer einzelne Bauteile prüfen lassen will, nutzt die Auftragsmessung im Prüflabor in Wohlen AG.

Unterstützung bei Abweichungen

Bei einer Abweichung endet die Arbeit nicht mit dem roten Messwert. CSL ordnet das Resultat technisch ein und klärt mit dem Kunden:

Ist die Abweichung tatsächlich am Bauteil vorhanden?
Ist das Merkmal eindeutig spezifiziert?
Beeinflussen Bezugssystem, Ausrichtung oder Messstrategie das Resultat?
Wo liegt die Abweichung und wie gross ist sie?
Sind zusätzliche Messungen erforderlich?
Muss die Stichprobe erweitert werden?
Sind Sortierung, 100-%-Prüfung, Nacharbeit oder eine Zeichnungskorrektur sinnvoll?

Der Freigabeentscheid bleibt beim Kunden. CSL liefert die belastbare messtechnische Entscheidungsgrundlage. Steht der Prüfprozess selbst infrage, klärt eine Prüfprozesseignung, ob Messsystem und Messstrategie dem Merkmal gewachsen sind.

Das Beispiel in Kürze

Zwei unterschiedliche Bauteiltypen, zwei separate Messprogramme und Prüfprozesse
Einmalige Initialkosten von CHF 1'380.–
Wiederkehrend CHF 316.– pro Lieferlos für vier vorgeschriebene Stichprobenteile
Keine eigene Messmaschine und kein eigener Messraum erforderlich
Fixe Anlieferfenster und definierte Durchlaufzeiten
Dokumente direkt im Kundensystem, Unterstützung bei Abweichungen

So wurde die externe Messtechnik zur Voraussetzung dafür, dass der Kunde einen grossvolumigen Serienauftrag annehmen und ausführen konnte.

Nächster Schritt
Benötigen Sie eine wiederkehrende Prüfung für Ihre Lieferteile?
Senden Sie uns Zeichnung, Stückzahlen, Liefertakt und den vorgegebenen Stichprobenumfang. Wir prüfen die Messaufgabe und erstellen eine nachvollziehbare Offerte.
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Qualitätssicherung Prüfbericht ist nicht gleich Prüfbericht: die Varianten im Überblick Beitrag lesen → Qualitätssicherung Referenztemperatur 20 °C: Warum jedes Zeichnungsmass eine Temperatur hat Beitrag lesen →
Christian Schärer
Christian Schärer
Inhaber und Geschäftsleiter · Normenausschuss Swissmem NK1
Veröffentlicht 15. August 2026