Acht Bohrungen, vier Gruppen, fünf mögliche Angaben an derselben Platte. Die interaktive Grafik zeigt, welche Freiheitsgrade jede Kombination aus SZ, CZ und den Bezügen A, B und C sperrt.
Acht Bohrungen, vier Gruppen, fünf mögliche Angaben an derselben Platte. Die interaktive Grafik zeigt, welche Freiheitsgrade jede Kombination aus SZ, CZ und den Bezügen A, B und C sperrt.
Acht Bohrungen, vier Gruppen, fünf mögliche Angaben an derselben Platte. Die interaktive Grafik zeigt, welche Freiheitsgrade jede Kombination aus SZ, CZ und den Bezügen A, B und C sperrt.
Diese Platte weist 8 Bohrungen auf, von denen aus funktionalen Gründen immer zwei eine Gruppe bilden (A). Die Ausrichtung der 4 Gruppen und der darin enthaltenen Bohrungen lässt sich über Kombinationen von CZ und SZ steuern.
Die Angaben im Rahmen stehen in der Reihenfolge der Ebenen, von der grössten Sammlung zur kleinsten. Bei dieser Platte sind es zwei Ebenen, die 4 Gruppen und die 2 Bohrungen einer Gruppe. Es können auch mehr sein.
Weitere Ebenen sind möglich. Angenommen, ein Bauteil trägt 4 Gruppen, jede Gruppe 2 Untergruppen und jede Untergruppe 3 Bohrungen, dann bezeichnen drei Pfeile die Ebenen und drei Angaben stehen im Rahmen:
Ø 0.8 SZ SZ CZ
A
Fiktives Beispiel mit drei Ebenen, nicht die Platte aus der Zeichnung. Die Position ist nur zu Bezug A gestellt.
Die Positionstoleranz gibt jeder Bohrung eine Zone, in der ihre Achse liegen muss. Wie die acht Zonen zueinander stehen, entscheiden die Modifikatoren. In diesem Beispiel gilt die erste Angabe im Indikator für die vier Gruppen zueinander, die zweite für die beiden Bohrungen innerhalb einer Gruppe.
Jede Zone gilt für sich. Die vier Gruppen dürfen unabhängig voneinander liegen und drehen, solange jede ihre eigene Zone einhält.
Die Zonen bilden eine Einheit mit festem Abstand und gleicher Ausrichtung. Verschieben und Drehen ist nur noch gemeinsam möglich.
A stellt die Zonen senkrecht zur oberen Fläche, B sperrt die Drehung in der Blattebene und hält die 22 mm, C hält die Lage in X.
Ohne Bezug bleibt das Muster in sich starr, gegenüber dem Bauteil aber frei. Erst der Bezug bindet die Zonen an Flächen, und jeder weitere Bezug nimmt einen Freiheitsgrad mehr. Ob die Angabe auf Ihrer Zeichnung die Funktion trifft, klären wir in der Zeichnungsprüfung.
Angabe wählen und zusehen, was sich noch bewegen darf. Die Schlösser an den Massen schnappen zu, sobald die gewählte Angabe das Mass festhält.
Je nach genauer Funktion der Platte kann jeder der gezeigten Fälle Sinn machen.
Ø 0.3 SZ CZA
SZ CZ | A beispielsweise, wenn 4 einzelne Bauteile an die Platte angeschraubt werden, bei denen in erster Linie der Lochabstand 26 für die Funktion massgebend ist.
Ø 0.4 CZ CZA
CZ CZ | A wäre sinnvoll, wenn an allen 8 Bohrungen gleichzeitig befestigt wird, das Bohrbild zu B und C aber immer noch «schwimmen» darf.
Ø 0.6 SZ CZAB
SZ CZ |A|B ist anzuwenden, wenn die Ausrichtung untereinander und zu Bezug B wichtig ist, nicht aber der Abstand zwischen den 4 Bauteilen.
Ø 1.0 CZ CZAB
CZ CZ |A|B bewirkt, dass auch der Abstand der Bauteile berücksichtigt wird.
Ø 1.5ABC
|A|B|C blockiert alle Freiheitsgrade der Bohrungen absolut durch die 3 Bezüge. Diese in der Praxis häufig verwendete Spezifikation legt Abstand und Ausrichtung der 4 gedachten Bauteile absolut fest.
Die fünf Fälle zeigen, wie weit sich eine Funktion in einzelne Freiheitsgrade zerlegen lässt, bis ins kleinste Bruchstück. Das heisst nicht, dass jedes Bauteil diese Tiefe braucht. Viele kommen mit einer einzigen Angabe zurecht. Die Aufteilung lohnt sich dort, wo die Funktion sie verlangt oder wo eine zu strenge Angabe in der Fertigung Geld kostet.
Welche Kombination zur Funktion passt, entscheidet sich am Bauteil und nicht an der Gewohnheit. In der ISO-GPS-Beratung legen wir sie mit Ihrer Konstruktion fest, und bei der Auftragsmessung baut das Messprogramm dasselbe Bezugssystem auf, das die Angabe verlangt.